Austria Bio Garantie
Natur im Garten
Kräuter Pädagogik

 

 

Ybbser Kräutergarten

Trewaldstraße 38

3370 Ybbs a. d. Donau

 

 

Öffnungszeiten:

 

April, Mai, Juni

Montag und Dienstag

8-12 und 13-18 Uhr

 


 

Sonderöffnungstage 2018

Außerdem haben wir auch an folgenden Tagen geöffnet:

Freitag 6. April 2018

Samstag 21. April 2018

Freitag 4. Mai 2018

Samstag 12. Mai 2018

 Samstag 2. Juni 2018

immer

8-12 und 13-17 Uhr

 

Ab Juli ist der Verkauf in der Gärtnerei geschlossen.

 

Wir sind aber bis September mit unseren Pflanzen auf verschiedenen Messen und Märkten vertreten.

 

 

Tel.: 0676 / 544 85 15

martin@ybbser-kraeutergarten.at

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Ernte und Konservierung

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Kräuterernte?
  • Für die sofortige Verwendung z.B. in der Küche werden hauptsächlich die Blätter geerntet (Petersilie, Rosmarin, Maggikraut, Salbei, Basilikum,usw.). Diese kann man laufend über die ganze Saison von Frühling bis zum Herbst ernten. Aber immer nur die gerade benötigte Menge.

Wenn ich Kräuter für eine spätere Verwendung bevorraten möchte, benötige ich meistens etwas größere Mengen - dabei sollte ich auf den idealen Erntezeitpunkt achten.

  • Südländische Kräuter, von denen vorwiegend Blätter und Triebspitzen geerntet werden (Salbei, Thymian, Rosmarin, Lavendel) vertragen eine starke Beerntung und kräftigen Rückschnitt am besten in der Wachstumsphase von Mai bis Juli. Zu spät im Herbst soll nicht mehr kräftig geschnitten werden, da jeder Rückschnitt einen Neuaustrieb fördet. und frisch ausgetriebene Blätter im Herbst sind nicht ausreichend winterfest. Einzelne Blätter und Triebe können aber ohneweiters bis Oktober geerntet werden.
  • Blätter von heimischen Kräutern, oder Pflanzen die aus dem Norden stammen können meist vom Austrieb im Frühling bis spät in den Herbst immer wieder kräftig beerntet werden. Ein regelmäßiger, kräftiger Rückschnitt hat gleich 2 Vorteile. Einerseits wird dadurch die Blüte eingeschränkt oder verhindert, und es werden mehr Blätter gebildet. Außerdem bewirkt jeder Rückschnitt einen neuen Austrieb. Zu dieser Gruppe gehören z.B.: Petersilie, Maggikraut, Minzen, Sauerampfer, Schnittlauch, Pimpinelle, Oregano, usw.
  • Blüten werden am besten kurz nach dem Aufblühen am späten Vormittag geerntet, sobald der Tau abgetrocknet ist. Egal ob sie frisch verwendet werden oder konserviert werden. Das bedeutet aber auch, dass man zum Beispiel beim Johanniskraut alle 2 Tage die neu geöffneten Blüten erntetn kann.
  • Wurzeln werden im Herbst geerntet, sobald die oberirdischen Pflanzenteile beginnen abzusterben. Das ist meist im Oktober bis November. Zu dieser Zeit haben sie die meisten Inhaltsstoffe eingelagert. Wenn du aber im Sommer schnell mal eine Beinwell oder Baldrianwurzel benötigst, kannst du natürlich auch zu diesem Zeitpunkt ein paar Wurzeln ernten.

Das Aroma und die Inhaltsstoffer der Pflanzen sind nicht immer gleich. So haben Sonnenanbeter wie Salbei und Rosmarin auch bei sonnigem, heißen Wetter das beste Aroma. Andere Pflanzen wieder wie z.B. Sauerampfer, Pimpinelle oder Brunnenkresse haben im kühleren Frühling das bessere Aroma. Bei diesen Pflanzen werden bei Wassermangel im Sommer Stoffe eingelagert, die die Blätter scharf oder bitter machen. Aber die Natur ist sehr vielfältig. Etwa bei der Anisgoldrute haben die ältesten Blätter im Herbst das beste Aroma. Und so gibt es für beinahe jede Regel auch Ausnahmen.

 Beifuß 
Katzenminze
 Trockenlager

Beifuß am Dachboden zum Trocknen aufgehängt.

 Katzenminze gebündelt zum Trocknen.

Modernes Trockenlager - Holzstellagen, bespannt mit Fliegengitter.

 Johanniskraut Rosenblüten Ringelblume

Johanniskraut trocknen wir für Teemischungen und zum Räuchern.    Einen Teil davon setzen wir aber auch für die Hausapotheke in Öl an.

 Rosenblüten zum Trocknen vorbereitet.

 Bei der Ringelblume verwenden wir nur die Blütenblätter, da der dicke Korb der Blüte gerne zu schimmeln beginnt.

Konservieren - Haltbarmachen von Kräutern

 

Am besten verwendet man Kräuter immer frisch. Da wir in der kalten Jahreszeit aber nicht ernten können macht es Sinn, einen Vorrat anzulegen. Aber auch bei jenen Pflanzen, wo ein idealer Erntezeitpunkt wichtig ist (Blüten von Johanniskraut, Kornblume, Eibisch,...aber auch bei Wurzeln) ist es wichtig, die Pflanzenteile so zu konservieren, dass die Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben.

  • Trocknen: ist die gängigste und einfachste Methode, um Kräuter haltbar zu machen. Wichtig ist eine möglichst schonende Trocknung bei der die Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben. Das bedeutet möglichst schnell trocknen wobei die Temperatur nicht zu hoch sein darf. Ab 45-50°C gehen viele Aromen verloren. Dashalb sollte schon bei der Ernte darauf geachtet werden, dass einerseits die Pflanzen vom Morgentau abgetrocknet sind, andererseits sollen ein paar warme Sonnentage folgen, damit der Trockenvorgang nicht zulange dauert. Und bitte vor dem Trocknen nicht waschen. Wenn die Pflanzenteile wirklich verschmutzt sind, kann man 1-2 Tage vor der Ernte die Pflanzen kräftig abbrausen und den Schmutz abwaschen. Beim Trocknen die Blätter und Blüten möglichst dünn auf einen Gitterrost (kein Metallgitter) oder in Holzkisten auflegen und an einem dunklen, luftigen Ort aufstellen und hin und wieder wenden. Wenns gut geht sind die Kräuter nach 3-5 Tagen trocken. Manche Pflanzen wie Zitronenmelisse oder Beifuß binde ich gerne zu kleinen Stäußen zusammen und hänge sie am Dachboden auf - das funktioniert auch sehr gut. Auch Wurzeln werden gerne getrocknet. Ich muss aber immer wieder lachen, wenn ich in Büchern lese `Wurzeln in der Sonne trocknen`Denn im November sind Die Sonnenstrahlen etwar rar. Eigendlich soll das nur bedeuten, dass Wurzeln mehr Wärme und auch Licht beim Trocknen vertragen. Nach der Ernte wasche ich die Wurzeln gründlich und schneide sie gleich in kleine Würfeln von ca. 1-3mm.  Die zerkleinerten Wurzeln schichte ich dünn in Holzkisten und stelle diese bei Zimmertemperatur auf. Wer nur kleine Mengen hat kann auch auf dem Heitzkörper oden am Kachelofen trocknen - das geht wesentlich schneller, und es gibt bei höheren Temperaturen kaum eine Schimmelgefahr.Das zerkleinern der Wurzeln vor dem Trocknen ist wichtig, denn wen sie trocken sind, werden sie steinhart.
  • Einfrieren: Einige Kräuter verlieren beim Trocknen zu viel Aroma. Dazu gehören Petersilie, Schnittlauch und Basilikum. Bei diesen Kräutern ist das Einfrieren die bessere Konservierungsmethode. Auch diese Pflanzen sollen bei der Ernte vom Tau abgetrocknet sein. Ich zerkleinere die Blätter und lege sie locker auf einen feinen Gitterrost, den ich so in den Gefrierschrank gebe. Durch die lockere Schichtung frieren die Blätter schnell durch und sie verlieren kein Aroma. Danach werden sie in luftdichte Gläser umgefüllt.
  • Einsalzen: Kräuter, die ich als Grillgewürz oder Suppengewürz verwenden möchte kann ich gleich in Salz einlegen. Dazu müssen die Kräuter nicht umbedingt ganz trocken sein. Meist lasse ich sich nur kurze Zeit antrockenen und gebe sie dann zerkleinert ins Salz. Manche Mischungen beginne ich im Juni, und erst im Oktober kommen die letzten Kräuter rein. Also man muss nicht alles zur gleichen Zeit ernten und fertigmachen. Zu solchen Mischungen gebe ich auch gerne geraspelte Petersilien- oder Selleriewurzeln dazu. Wenn die Mischung fertig ist soll in etwar 70% Salz und nicht mehr als 30% Kräuter enthalten sein, um eine gute Konservierung zu gewährleisten. Wenn die Pflanzenteile ganz durchgetrocknet sind, kann der Kräuteranteil auch höher sein.
  • Sauer einlegen - Kräuteressig: Auch Säure ist ein gutes Konservierungsmittel. Die beliebteste Art der sauren Kräuterkonservierung ist der Kräuter- oder Gewürzessig. Gerade für Salate gute Sache. Dazu nimmt man ein verschließbares Glasgefäß mit großer Öffnung (Einmachglas) schichtet die gewünschten Kräuter hinein und füllt mit gutem Essig so auf, dass die Kräuter zur gänze bedeckt sind. Gefäß verschließen, warm und dunkel ca 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach die Kräuter abseihen und den Gewürzessig in Flaschen abfüllen.
  • Öl und Fett: Öle und Fette sind insofern ein gutes Konservierungsmittel, da viele Aromen und Inhaltsstoffe in Fett sich am besten herauslösen lassen. So mach zum Beispiel Chili in Gewürzessig wenig Sinn, im Gewürzöl werden die Inhaltsstoffe super herausgelöst. Die Handhabung zum Gewürzöl ist gleich wie beim Gewürzessig. Mann muss aber darauf achten, dass die Pflanzenteile, die man vor der Verarbeitung ohneweiters waschen kann, gut abgetrocknet sind. denn nasse Kräuter im Öl werden schimmelig.  Aber auch in der Volksmedizin und in der Naturkosmetik wird das herauslösen von Inhaltsstoffen und Aromen mit Hilfe von Ölen und Fetten vielfach angewendet. (Johanniskrautöl, Ringelblumenchreme, usw.)